Ausstellung ,,Kinder und Krieg"

Eine Ausstellung des Zentralmuseums
des Großen Vaterländischen Krieges
1941-1945 | Moskau
Laufzeit: 23. Juni 2017 – 31. August 2017


Der Zweite Weltkrieg hinterließ in sechs Jahren eine tiefe Blutspur in der
Menschheitsgeschichte und kostete Millionen Menschen das Leben. Mehr
als alle anderen litten die Kinder, die die wehrlosesten und verletzlichsten
Menschen auf Erden sind. Der Krieg zwang die Kinder, ihre Kindheit zu vergessen
und stürzte sie in den Abgrund des Kriegslebens der Erwachsenen.
Sich daran zu erinnern und gemeinsam alles Erdenkliche dafür zu tun, dass
sich diese Tragödie niemals wiederholen möge, das ist die grundlegende
Idee der Ausstellung.




Die Vergessenen- Opfer deutscher Besatzungsgewalt in Rostow am Don 1941-1943
Laufzeit: 12. August 2017 bis 08. Oktober 2017


Der Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941

markierte den Beginn eines mit äußerster Brutalität geführten Vernichtungskrieges,

dem auf sowjetischer Seite etwa 27 Millionen Menschen, darunter Millionen Zivilisten,

zum Opfer fielen. Den Besatzungsalltag in den besetzten Gebieten prägten Hunger,

Erschießungen und willkürliche Gewalt. Der Holocaust nahm hier Monate,

bevor die Deportationen in die Todeslager erfolgten, seinen Anfang.

Mehr als 3 Millionen sowjetische Kriegsgefangene starben

im Verlauf des Krieges in deutscher Gefangenschaft.

Die Geschichte der am Rande des Kaukasus gelegenen Stadt Rostow am Don

verdeutlicht die Dimension deutscher Vernichtungspolitik:

Im August 1942 wurden hier 15 000 bis 18 000 Juden ermordet.

Rostow wurde damit zum größten Tatort des Holocaust im heutigen Russland.

Mehrere tausend sowjetische Kriegsgefangene wurden in Lagern der Stadt

durch direkte Gewalt oder die Lebensbedingungen getötet.

Die Patienten der städtischen Psychiatrie wurden in Gaswagen ermordet.

Rund 50 000 Rostower wurden als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt.

Ein Gemeinschaftsprojekt des Deutsch-Russischen Museums, Berlin
Russischen Forschungs- und Bildungszentrums »Holocaust«, Moskau
Stanley Burton Centre für Holocaust- und Genozidforschung, Universität Leicester